JITTER .EDITION
Filmstills
Viele Regisseure haben zusammen mit ihren Kameramännern und -frauen eindrucksvolle Filmbilder geschaffen, die als Still ebenso gut wirken. Bei Jitter zeigen zeitgenössische Illustrationen ihre Versionen von Highlights der Filmgeschichte. Den Auftakt machte DAVID VON BASSEWITZ mit einer Interpretation zu Alfred Hitchcocks DIE VÖGEL. Es folgte ANDREA OFFERMANN mit einer Arbeit zu Luc Bessons LEON DER PROFI. Die Arbeiten sind als hochwertiger Vliesprint oder Leinwanddruck im Format 46,5 x 120 cm erhältlich.
David von Bassewitz: Die Vögel

DIE VÖGEL Einer der großen Klassiker des Horrorfilms wurde vom Master of Suspense, Alfred Hitchcock, 1963 nach einer Kurzgeschichte von Daphne de Maurier inszeniert. Der Illustrator David von Bassewitz, geb. 1975, wählte für seine Interpretation eine Anfangsszene des Films. Dabei steigert er die subtile Farbdramaturgie Hitchcocks zum Brodeln einer chaotischen Ursuppe, vor deren Hintergrund sich die Hauptdarstellerin (Tippi Hedren) in komplementärem Grün isoliert hervorhebt. Die spannungsvolle Ruhe der Szene, in der sich die nahende Katastrophe bereits ankündigt, wird in der Bildkomposition geschickt durch das »Überfluten« der horizontalen »Schranke« der Bank mit kräftigen roten Kreidestrichen realisiert.
DAVID VON BASSEWITZ studierte Filmwissenschaft in Erlangen und Illustration an der Fachhochschule Würzburg bei Prof. Nicolai Sarafov. Er lebt und arbeitet als freischaffender Illustrator in Berlin.
Andrea Offermann: Leon der Profi

LEON DER PROFI, 1994 von Luc Besson mit Jean Reno und Natalie Portman in den Hauptrollen inszeniert, gilt als Klassiker des Action- und Gangsterfilms.
Der Auftragsmörder Léon weist die 12-jährige Mathilda in die Arbeit des Auftragskillers ein. Das Bild betont das zentralen Filmthema, die Beziehung zwischen Léon und Mathilda, die in sein sorgfältig abgeschirmtes Dasein einbricht und sein Herz erobert. Léon, der Mathildas Leben nach der Ermordung ihrer Familie neuen Halt gibt, steht hinter dem Mädchen, sein Schatten formt sich zu einer schützenden Wand. Mathildas Aufmerksamkeit zielt jedoch mit der Waffe auf ein fernes Ziel. Die Rache an dem Mörder ihres kleinen Bruders beherrscht sie völlig und wird schließlich Opfer fordern. Mathildas rote Mütze, als einzige stärkere Farbe in der Komposition, unterstreicht die Zielstrebigkeit wie auch Unvorsichtigkeit, mit der sie ihr Ziel verfolgt. Allen Bemühungen Léons zum Trotz, wird sie schließlich die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich lenken. Die Bewegungsstreifen weisen auf die Unaufhaltsamkeit der sich anbahnenden Katastrophe hin.
ANDREA OFFERMANN, geb. 1980, studierte Illustration am Art Center College of Design in Los Angeles. Sie lebt und arbeitet als Illustratorin in Lübeck.
Bestellen