> WUNDERBLOCK No.6
»THE AGE OF REPTILES« zu Gast ist die Kunsthistorikerin Dr. Angela Fischel mehr…>>
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Ausstellung
Traumschmelze. Der deutsche Zeichenanimationsfilm 1930 - 1950
Eine Ausstellung des
Deutschen Instituts für Animationsfilm (DIAF) in Zusammenarbeit mit dem Privatsammler J. P. Storm
Vom Tanz der Farben und Formen zu schwungvollen Geschichten mit vermenschlichten Tieren und Gegenständen, dabei farbig, mehrdimensional, tonsynchron – der deutsche Zeichenanimationsfilm bewegte sich von 1930 bis 1950 zwischen den abstrakten Filmen der Weimarer Republik und den ästhetisch wie technisch überragenden Filmen von Walt Disney. Um der amerikanischen Filmindustrie ein deutsches bzw. europäisches Pendant entgegenzusetzen, gründete der NS-Staat 1941 die Deutsche Zeichenfilm GmbH, jedoch gelingt es mit Hans Fischerkoesen letztlich einem unabhängigen, erfahrenen Werbefilmer, die eigentlichen Klassiker jener Zeit zu schaffen, so z.B. Der Schneemann. Traumschmelze dokumentiert den deutschen Zeichenanimationsfilm im Spannungsfeld von Avantgarde, Alltag und Propaganda mit Zeichenphasen, Fotos, Schriftzeugnissen, Objekten und Filmbeispielen erstmals in einer internationalen Ausstellung.

Ausstellungsmotiv TRAUMSCHMELZE mit Schneemann-Figur aus
Der Schneemann (1944), © Hans M. Fischerkoesen
Der Privatsammler J. P. Storm hat über drei Jahrzehnte eine einzigartige Kollektion von Originaldokumenten zur Filmproduktion der 1930er bis 1950er Jahre zusammengetragen. In enger Zusammenarbeit mit ihm konnte ein Kuratorenteam eine Auswahl an Exponaten treffen, die erstmalig eine zentrale Epoche der deutschen Animationsfilmgeschichte mit all ihren Entwicklungen und Zusammenhängen beleuchtet: von den Ausläufern der Avantgarde bis zu den Anfängen des Zeichenanimationsfilms der Nachkriegszeit – zwei Jahrzehnte, die personell wie auch künstlerisch die deutsche und europäische Zeichenanimation nachhaltig geprägt haben.
Technischen Sammlungen Dresden (TSD)
21. April bis 29. September 2013
TRAUMSCHMELZE-Filmprogramm am 16.5. um 20.00 Uhr im Museumskino der Technischen Sammlungen Dresden.
Jitter .WebExtra
»Zaubernde Hände«
Rezension zur DVD Lotte Reiniger. Tanz der Schatten
Ein Film von Susanne Marschall,
Rada Bieberstein und Kurt Schneider
Von Andreas Rauth
Die Zeichenkunst entsteht nach einer von Plinius d. Ä. verbreiteten Legende, als ein Mädchen aus Korinth den Schatten ihres Geliebten an einer Wand nachzeichnet, weil dieser am nächsten Tag in den Krieg ziehen muss. Das Bild soll die junge Frau über die zukünftige Abwesenheit des Geliebten hinwegtrösten, indem es eine Spur seiner Anwesenheit bewahrt. Das Mädchen Lotte Reiniger, geboren 1899 in Berlin Charlottenburg, verlegte sich darauf, von der Welt nichts anderes als jenes dunkle Bild zu zeigen, an welches sich das Begehren ihrer antiken Vorgängerin heftete. Und wie in der Legende ist es die Liebe, die Reiniger zur Bildproduktion motivierte. —>weiter

ARTE EDITION bei absolut MEDIEN
Lotte Reiniger. Tanz der Schatten
DVD-Ausstattung: DVD 5, 60 Min. + 9 Min. Extras, 16:9, Farbe + s/w, Dolby Digital Stereo, deutsche und englische Sprachfassung, Extras: »Sissi« Fragment/Operneinspiel
sowie »Lotte Reiniger reinvented«
Preis: 14,90 €
Hamburg, 21. Juli – 11. August 2013
25. Internationale
Sommerakademie Pentiment
Die Internationale Sommerakademie Pentiment der HAW Hamburg bietet ein vielseitiges Spektrum von Kursen im Bereich freier und angewandter Kunst – u.a. Malerei, Zeichnen, Skulptur, Installation, Druckgrafik, Fotografie, Grafikdesign, Illustration, Kalligrafie und Mode – die von namhaften Künstlern aus dem In- und Ausland geleitet werden. Das Programm richtet sich an Künstler und Designer, Kunst- und Designstudenten sowie begabten Autodidakten, die eine künstlerische Auseinandersetzung führen wollen.
In diesem Jahr werden u. a. Kurse angeboten mit:
Henning Kles: Malerei (21.07. - 10.08, 3 Wochen)
Larissa Bertonasco: Illustration (21.07. - 10.08., 3 Wochen), siehe auch unser Interview mit Larissa Bertanosco anlässlich der Buchveröffentlichung von La Cuccina Verde (2010)
Stefano Ricci: Zeichnung (21.07. - 02.08., 2 Wochen)
Li Di: Kalligrafie und Malerei
Ab dem 19. September wird auch ein Abendkurs Malerei mit Heiko Müller angeboten.

Bilder die flüstern - Worte die fliegen: Dreiwöchiger Illustrationskurs mit Larissa Bertonasco vom 21. Juli bis 10. August an der Sommerakademie Pentiment, Hamburg.
Weitere Informationen und Anmeldung auf der Webseite der —>Sommerakademie Pentiment
Schweiz, Kunstmuseum Bern
26. April. – 18. August 2013
Mythos und Geheimnis.
Der Symbolismus und die Schweizer Künstler
Entstanden ist der Symbolismus in der Kunst in Paris um 1890, wobei die Schweizer Ferdinand Hodler und Carlos Schwabe von Anbeginn an treibende Kräfte waren. Die Ausstellung Mythos und Geheimnis zeigt erstmals mit essentiellen Vergleichen auf, welch zentrale Position die Schweiz im Kontext des Symbolismus einnimmt. Die wichtigen Schweizer Maler, Plastiker, Grafiker und Fotografen werden in Verbindung gesetzt zu den Künstlern der Nachbarländer Frankreich, Deutschland, Österreich, Italien sowie zu denjenigen Belgiens, der Wiege des Symbolismus. Neben Ferdinand Hodler, Arnold Böcklin, Carlos Schwabe und Giovanni Segantini werden Meisterwerke von Gustav Klimt, Fernand Khnopff, Franz von Stuck, Gaetano Previati, William Degouve de Nuncques oder Hans Thoma gezeigt.

Carlos Schwabe La vague, 1907 Öl auf Leinwand, 196 x 116 cm © Musée d’art et d’histoire, Ville de Genève, Photo: Bettina Jacot-Descombes
Die Ausstellung umfasst 200 Werke – Gemälde, Zeichnungen, Fotos, Drucke, Bücher, Plakate und Skulpturen – von denen einige zentral sind und die Hauptwerke des Salon de la Rose+Croix in Paris, der Sezessionen in Wien und München und der Biennale in Venedig waren. Zirka ein Drittel der ausgestellten Werke stammen aus der Sammlung des Kunstmuseums Bern. Sie werden ergänzt mit Leihgaben aus Schweizer Museen und renommierten Museen im Ausland. Weiter werden der Bund und die Gottfried Keller Stiftung wie auch grosse Sammler in der Schweiz und Europa dem Kunstmuseum Bern ihre Werke anvertrauen.
www.kunstmuseumbern.ch | nach oben
WebExtra
Das halbe tote Hähnchen
Rezension zur Graphic Novel Das große Rauschen
von Verena Postweiler & Dieter Jüdt
von Andreas Rauth
»Die Angst, … dass das jetzt schon alles war«, legt sich einer jungen Mutter, die ihr Kind zu Bett bringt, bedrückend auf Herz und Hirn. Verena Postweiler, Textautorin von Das große Rauschen, spricht in der Episode Das Kontingent ein latentes Gefühl schicksalhafter Bedrohung aus. Unterdessen verwandelt Dieter Jüdt, Bildautor von Das große Rauschen, das Gesicht der jungen Frau in einen Vollmond hinter Gentrifizierungsarchitektur. Die im Leben beharrlich ignorierte Tatsache seiner Endlichkeit findet in der motivischen Kombination des absolut Beliebigen (die Architektur) mit dem absolut Gegebenen (der Mond) einen bitter-ironischen Widerhall. »… dass das jetzt schon alles war« verbindet eine unheimliche Zufälligkeit, in die wir unser Vertrauen unausweichlich zu legen gezwungen sind, mit dem irrationalen Wunsch, der Himmel möge Notiz von uns nehmen.

Das große Rauschen.
Text: Verena Postweiler Illustrationen: Dieter Jüdt
Quartheft 37 Edition Panopticon
68 Seiten / 350 × 133 mm, Hardcover, Halbleinen
Verlagshaus J. Frank Berlin 2012
Preis: 39,90 €
Burgdorf, Schweiz Museum Franz Gertsch
23. März – 01. September 2013
Justine Otto. Halbpension
»Mädchen, Frauen und Tiere bevölkern die Welt von Justine Otto. Der malerische Duktus ist gnadenlos, die Kälte brutal. Auch wenn die Landschaft grünt – die Temperatur liegt auf der Nullgradgrenze. Der metallische Schein, der den Bildern eigen ist, macht die Protagonistinnen zu Wesen, denen nichts, aber auch gar nichts fremd ist. Sie verorten ihre Handlungen mit Neugier, quälend, vielleicht auch sadistisch, stets aber rätselhaft, in einem Niemandsland, dem die Himmelsrichtungen fehlen. [...] Die Malerei generiert die emotionale, sezierende Unterkühlung der weiblichen Figuren bis hin zur Aggressivität der Tiere. Die Figuren ihrerseits reflektieren im Zusammenspiel ein die Handlungen bestimmendes Begehren. Die Handlungen wiederum sind rätselhaft, Sondierungen im Schattenbereich, die der Erfahrung eines 'unheimlichen' Wissens alchemistische Züge verleihen. [...] In der Härte ihrer Bilder, in deren Unerbittlichkeit, schafft Justine Otto eine Realität, die weder überzogen noch pathetisch ist, sondern kalt den Nerv einer Gegenwart trifft, in der Gegensätze entweder eingeebnet sind oder explodieren.« (Jean-Christophe Ammann)

Justine Otto zeit für plan b, 2009 200 x 200 cm Öl auf Leinwand Besitz der Künstlerin © Justine Otto
www.museum-franzgertsch.ch | nach oben
Online, Berliner Kupferstichkabinett
Das Erbe Schinkels
Berliner Kupferstichkabinett veröffentlicht Online-Katalog mit den Arbeiten Karl Friedrich Schinkels
Mit dem Ankauf von Schinkels künstlerischem Nachlass, bestehend aus fast 3.000 eigenhändigen Skizzen und Zeichnungen sowie 14 Ölgemälden, legte König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen 1842 den Grundstock für das Schinkel-Museum. In den folgenden Jahren wurde das Museum in drei Räumen der ehemaligen Schinkel’schen Dienstwohnung in der Bauakademie eingerichtet und 1844 eröffnet. Damit gehörte das Schinkel-Museum zu den ersten Museen, das allein einem Künstler oder Architekten gewidmet wurde. Besonders in den ersten Jahrzehnten seines Bestehens konnte das Schinkel-Museum zum Teil erhebliche Zuwächse seiner Bestände durch Überweisungen aus Behörden und Ministerien, Schenkungen und gelegentliche Ankäufe verzeichnen. Heute beläuft sich das »Erbe Schinkels« am Berliner Kupferstichkabinett auf zirka 5.500 Zeichnungen, Gouachen, Aquarelle und Graphiken zumeist von eigener Hand oder nach seinen Entwürfen.
Diese umfangreiche Sammlung hat das Berliner Kupferstichkabinett im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördetten Projekts »Das Erbe Schinkels und die Geschichtsbilder im Frühen Historismus« jetzt als Online-Katalog veröffentlicht.
Capri Inv.-Nr.: SM 1b.36 Foto: 2011 © Kupferstichkabinett der Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Zum Online-Katalog Das Erbe Schinkels geht es —>hier
Zürich, Museum Bellerive
06. März – 14. Juli 2013
Eröffnung: 05. März, 19.00 Uhr
Mucha Manga Mystery
Alphonse Muchas wegweisende Grafik
Ob in ornamentalen Theaterplakaten für die göttliche Sarah Bernhardt, an- mutiger Produktewerbung oder dekora- tiven Paneelen — die unverwechselbare Handschrift des tschechischen Gestalters Alphonse Mucha versetzt uns zurück in das Paris der Belle Époque. Die Frauen- figur in fliessendem Gewand und mit wallendem Haar bildet das Zentrum seines grafischen Werks, dem das Augen- merk dieser Ausstellung gilt. Mit Ranken und Blüten geschmückt, ist sie Objekt der Begierde und kündet um 1900 von grossstädtischem Vergnügen und auf- kommender Kaufkraft. Beflügelt von der Strahlkraft dieser Arbeiten begibt sich das Museum Bellerive auf Spurensuche im Feld des Grafikdesigns nachfolgender Generationen — und begegnet Alphonse Muchas künstlerischer Sprache in den psychedelischen Konzertplakaten der amerikanischen Westküste ebenso wie in der europäischen Gebrauchsgrafik der Sechzigerjahre. Zeitgenössische Manga- Künstler in Japan schließlich schaffen überraschend starke Bezüge zu dessen stilistischem Vokabular.

museum bellerive Ein Haus des Museum für Gestaltung Zürich Höschgasse 3, 8008 Zürich T +41 (0)43 446 44 69
Interview
… eine gute Form der Kommunikation
Lars Henkel – Portfolio
Jitter: In der ersten Ausgabe von Jitter, die in 2007erschien, hatten wir erstmals über deine Arbeit berichtet. Damals hattest du gerade ein Stipendium der Akademie Schloss Solitude in Stuttgart angetreten. Was ist seither passiert?
Lars Henkel: In der Zeit ist viel passiert, das kann ich jetzt gar nicht im Einzelnen aufführen. Ich arbeite natürlich weiterhin als kommerzieller Illustrator für Kunden, was die meiste Zeit einnimmt. Dazu hatte ich die Gelegenheit, mehrere Semester als Dozent für Illustration zu unterrichten. Es war eine interessante Erfahrung mit Studenten zusammenzuarbeiten. Ich muss gestehen, dass ich sie anfangs unterschätzt habe. Obwohl sie erst am Beginn ihrer Karriere stehen und sich noch finden müssen, wissen sie viel und verfügen über eine grosse Sensibilität. So konnten wir einige interessante Projekte realisieren.
—>weiter
Lars Henkel – portfolio
Format 16,5 x 24,5 cm 48 Seiten, plus Poster 60 x 40 cm Limitiert und nummeriert: 999 Stk.
In 9 Heften befindet sich zusätzlich eine Original Zeichnung
Preis: Euro 9,00
Feierabend Unique Books Verlag www.zeixs.de
Berlin, Universität der Künste
Forum zur Genealogie des MedienDenkens
Termine im Sommersemester
Das Forum »Zur Genealogie des MedienDenkens« ist eine Veranstaltungsreihe von und mit Prof. Dr. Siegfried Zielinski an der Universität der Künste Berlin, Lehrstuhl für Medientheorie (Fokus »Variantologie / Archäologie der Medien«), in Zusammenarbeit mit Daniel Irrgang und Clemens Jahn.
Das Format der Veranstaltung ist ein Experiment. In einer Reihe von Gesprächsforen, die alle 14 Tage stattfinden, werden ausgewählte Protagonisten des Mediendenkens vorgestellt. Eine Auswertung der Gespräche soll anschließend publiziert werden. Die Termine sind öffentlich und finden in der Aula des Medienhauses der UdK Berlin statt.
24.10.2012: Prof. Dr. Siegfried Zielinski mit Prof. Dr. Peter Weibel Foto: © MONOKROM
Jeweils 18–20 Uhr Medienhaus / UdK Berlin Grunewaldstraße 2–5 10823 Berlin-Schöneberg U7 Kleistpark
Alle Termine auf der Webseite
—>genealogy-of-media-thinking.net
Kunsthalle Bremen
13. April – 11. August 2013
Wols: Die Retrospektive
Umfangreichste Ausstellung seit 25 Jahren in Kooperation mit der Menil Collection in Houston
Zum hundertsten Geburtstag von Wols (Wolfgang Schulze, 1913–1951) zeigen die Kunsthalle Bremen und die Menil Collection in Houston die Ausstellung „Wols: Die Retrospektive“. Es ist die umfangreichste Präsentation seit fast 25 Jahren und umfasst über 200 Werke. Die Kuratoren, Dr. Ewald Rathke und Toby Kamps, präsentieren den Künstler als führenden Protagonisten der Nachkriegs-Avantgarde.

Links: Wols Selbstporträt, Paris 1938 © VG Bild-Kunst, Bonn 2013.
Rechts:
Le papier timbré, um 1949 © VG Bild-Kunst, Bonn 2013.
Vom 13. April bis zum 11. August 2013 präsentiert die Kunsthalle Bremen Wols: Die Retrospektive und damit einen neuen Blick auf das Werk des Künstlers. Erstmals wird das Œuvre von Wols unabhängig von seiner tragischen Biografie präsentiert. Stattdessen steht in dieser Retrospektive das Werk von Wols im Mittelpunkt, ganz im Sinne des Künstlers selbst: »Im Sehen soll man sich nicht darauf versteifen, was man aus dem, was man sieht, machen könnte. Man soll sehen, was ist.« Bei dieser neuen Betrachtungsweise wird die außergewöhnliche formale Vielfalt seines Werks deutlich, das Fotografien, Zeichnungen, Aquarelle, Druckgrafiken sowie Gemälde umfasst. Die stilistische Entfaltung seiner Motive durchlief innerhalb von einer Schaffensphase von nur rund 15 Jahren eine spektakuläre Wandlung: Die frühen Arbeiten beinhalten vom Surrealismus geprägte Sujets, die zwischen Realität und Traum stehen. Im weiteren Verlauf seiner Entwicklung werden hingegen Bezügezur Realität aufgegeben und es entsteht eine neue Form gegenstandsloser Kunst, die als Informel bekannt wurde. Wols gilt als bedeutender europäischer Wegbereiter des Informel und als diesen würdigt ihn die Kunsthalle Bremen in der umfangreichen Retrospektive. Anhand einer umfassenden Werk-Auswahl und einer chronologischen Präsentation ermöglicht die Bremer Retrospektive diese konsequente Entwicklung des Künstlers im Detail nachzuvollziehen.
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Kunsthalle Recklinghausen
21. April – 23. Juni 2013
Jan Fabre Insektenzeichnungen & Insektenskulpturen 1975 - 1979
Der 1958 in Antwerpen geborene Jan Fabre zählt zu den herausragenden bildenden Künstlern der Gegenwart. Aber auch als Theatermacher und Autor hat er sich international einen Namen gemacht. Ü ber die Jahre hat er ein eigenes mythisches Universum erschaffen, das um Themen wie Leben und Tod, Schönheit und Ekel, Verletzlichkeit und Gewalt, Sterblichkeit und Ewigkeit kreist. Die für die Ruhrfestspiele geplante Ausstellung erzählt von der leidenschaftlichen Faszination Fabres für Insekten und Spinnen, die sich von Beginn an wie ein roter Faden durch sein Œuvre zieht. Schon sein Namensvetter , d er berühmte Insektenforscher Jean-Henri Fabre beschäftigte sich mit dem „mystischen“ Übergang von der Nacht zum Tag , da sich die Nachtwesen verkriechen und Tagwesen erwachen. Dieses Thema , Sinnbild für Metamorphose und Wiedergeburt, fasziniert auch Jan Fabre. In der Kunsthalle Recklinghausen präsentiert er mehr als 120 frühe Zeichnungen, die bislang nur einmal öffentlich gezeigt wurden, dazu Vitrinen mit surrealen Insektenskulpturen, Symbole der für ihn so bedeutsamen Verschmelzung von Körper und Geist, Tier und Mensch, sowie zwei Installationen: Ein Feldzelt mit Insektenlabor, in das sich der junge Fabre im elterlichen Garten immer wieder zurückzog, sowie ein Spinnenkopftheater, eine vielgestaltige Menagerie mit lebenden Vogelspinnen und dabei auch ein Theater des Lebens selbst. Parallel zu seiner bildnerischen Tätigkeit arbeitet Jan Fabre auch für die Bühne und entwickelt genreübergreifende Stücke zwischen Tanz, Theater und Performance. 1984 wurde mit seinem Theaterspektakel The Power of Theatrical Madness die 41. Biennale di Venezia eröffnet und 1992 seine Oper Silent Screams, Difficult Dreams zur Documenta IX uraufgeführt. Jan Fabre im Rahmen der Ruhrfestspiele als Bildenden Künstler zu präsentieren, schließt an dieses spartenübergreifende Arbeiten an..

Jan Fabre, Fantasie insecten sculpturen, 1976-1979, Mixed-media, Courtesy Angelos bvba Jan Fabre, Antwerpen.
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Kunsthalle Memmingen
23. März – 02. Juni 2013
Jens Schubert: BLACKMAGICKPARTY
Geometrische Formen und Muster, Wolken, Geweihe und Masken, organische Ranken, Blätter und Blüten, stilisierte Federn, Drachen, Raketen, Feuerzungen. Jens Schuberts Linolschnittunikate sind Sammelsurien von Motiven unterschiedlichster Herkunft. Vieles erkennt man, aber vieles entzieht sich auch jeder Zuordnung. Es geht um die Darstellung, die Kombination und die Akkumulation von Abbildern – und immer auch um Bildwissen und Assoziation. Jedes seiner Motive steht als ein Zeichen auf dem Blatt, und diese Zeichen entstammen natürlich einem bestimmten Kontext, es gibt Zusammenhänge und Verwandtschaften, doch gibt es keine endgültige Erzählung, welche die Arbeiten erklärt. Schubert will das Geheimnis der Bedeutung bewahren, das Mysterium der Welterfahrung und die Ordnung der Kunst. Schubert schichtet Bilder und Formen übereinander, in zahllosen Druckvorgängen fügt er Neues hinzu und überdruckt das Gewesene. Dabei entfernt er sich ganz vom effektvollen Handwerk traditioneller Holz- und Linolschneider, die ein ökonomisches Nebeneinanderdrucken der Farben oder die Perfektion der Zeichnung zum Ziel haben. Er collagiert mit den Druckplatten und legt die Farben wie in einem Palimpsest übereinander. Daraus entstehen neue ‚Bilder‘, deren Produktionsprozess durch das Verfahren und die Materialität der Druckfarbe erfahr- und sichtbar bleibt.

Jens Schubert: Asgard, 2012, Linolschnitt, 70x100cm
Jens Schubert (*1983 in Schwarzenberg, Erzgebirge) machte zunächst eine Ausbildung zum Industriekaufmann und studierte dann Malerei und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. 2011 erhielt er den Marion Ermer Preis. Schubert lebt und arbeitet in Leipzig.e
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Online, Smithsonian’s Archives of American Art
1913 Armory Show
The Story in Primary Sources
Zum einhundertsten Jahrestag der Internationalen Ausstellung Moderner Kunst, besser bekannt als Armory Show, entwickelte das Smithsonian’s Archives of American Art eine digitale Ausstellung um das historische Material einem größeren Publikum zugänglich zu machen.
Die Geschichte der 1913 Armory Show kann nicht ohne die Archives of American Art erzählt werden. In ihrem Besitz findet sich die größte Sammlung von Originaldokumenten, angefangen bei offiziellen Aufzeichnungen der Association of American Painters and Sculptors (AAPS) bis hin zu den oftmals respektlosen Besucherkommentaren. Seit ihrer Entdeckung um die Mitte des letzten Jahrhunderts haben diese Quellen das Verständnis für die Bedeutung der 1913 Armory Show für die amerikanische Kunst wesentlich bereichert. Diese Online-Ausstellung ermöglicht erstmals den Zugang zu digitalen Reproduktionen von Schlüsseldokumenten aus der Sammlung des Archivs.
Der Maler Walt Kuhn war einer der Organisatoren der Armory Show. Von September bis November 1912 bereiste er Europa, traf mit Künstlern und Galeristen zusammen um Werke für die Ausstellung zu kuratieren. (Portrait of Walt Kuhn, 1904 or 1905. Photograph by Pangborn. Walt Kuhn, Kuhn Family papers, and Armory Show records, 1859-1978. Archives of American Art, Smithsonian Institution.)
—>Webseite der 1913 Armory Show
Berlin, Kino Babylon u. a.
10. – 14. April 2013
Pictoplasma Berlin 2013
White Noise – Character Emphasis!
Festival and Conference
on
Contemporary Character Design and Art
Im April 2013 kommt das international renommierte Festival für figürliche Gestaltung und Character Design wieder nach Berlin. Zentraler Veranstaltungsort für das ebenso umfangreiche wie vielseitige Programm an Vorträgen und Animationsfilm-Screenings ist wie schon im Vorjahr das Kino Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin Mitte. An über 20 weiteren Orten findet begleitend der Character Walk mit einer Vielzahl von Ausstellungen, das Character Lab mit Workshops sowie eine Reihe von Performances und Parties statt.
WHITE NOISE – CHARACTER EMPHASIS lautet der thematische Schwerpunkt des diesjährigen Festivals, der sich auf Strategien figürlicher Gestaltung bezieht, bei denen das Potential der Characters, ein Höchstmaß an Empathie beim Betrachter hervorzurufen, im Mittelpunkt steht. Was von Unternehmen aller Art genutzt wird, um Kunden mittels »Sympathieträger« an ihre Produkte und Dienstleistungen zu binden, wird zur künstlerischen Strategie. Als Virus im permanenten Wettbewerb um Aufmerksamkeit versuchen Kreative mit ihren Figuren Werbemechanismen des Branding und Merchandising zu unterwandern und neu zu besetzen, sie versuchen den »white noise«, das weiße Rauschen« der Bilder zu unterbrechen. —>weiter
Jon Burgerman im Interview mit Anna Henckel-Donnersmarck. mehr Fotos vom Pictoplasma Festival auf unserer Facebook-Seite.
flattr
JITTER unterstützen.
flattr ist eine sympathische Methode, um Netzinhalte mit Kleinstbeträgen finanziell zu unterstützen.
Links
Will Schofield’s illustration blog
The Journal of Nature in Visual Culture
Zeitschrift für Literatur und Illustration
Berliner Galerie des europäischen Künstlerduos Christian "Meeloo" Gfeller und Anna Hellsgård
Münchner Künstlerkollektiv mit gleichnamigem PDF-Magazin
Berliner Netzwerk zur Förderung von Kunst und Design
*Deutsche Gesellschaft für Ästehtik
Förderung und Koordination der Ästhetik in Deutschland
*Deutsches Institut für Animationsfilm DIAF
Institut zur Pflege und Förderung des deutschen Animationsfilms
Ausstellungen und Vortragsreihen rund um die Themen Produkt- und Kommunikationsdesign
Ralf Krüger zeigt seit 1998 junge Kunst (nicht nur) aus der Lowbrow- und Illustrationsszene
*Forschungsverbund Künstlerpublikationen
Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Künstlerpublikationen
Online-Plattform für Designforschung
Galerie für Illustration und Zeichnung
Online-Portal für Illustration
Das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland bietet Artikel, Porträts, Projekte und Links zu aktuellen Entwicklungen in der deutschen Design- und Mode-Szene
*Illustratoren Organisation e.V.
Berufsverband der deutschsprachigen Illustratoren
Galerie für Original-Illustrationen aus Bilderbüchern
Presseschau zu den Themen Kunst, Audio, Video, Buch
*Lucerne International Animation Academy
Theorie der Animation
for reportage drawing & printing culture
Berliner Galerie zeigt seit 1996 Kunst im Spannungsfeld zwischen Experiment, Subkultur und Establishment
Deutsch-Belgisches Künstlerkollektiv mit regelmäßigen Publikationen.
Das deutsche Typomagazin
Hamburg-Berliner Künstlerinnen-Gruppe mit jährlicher thematischer Publikation
Archiv für Visual Music, gegründet von Heike Sperling
Studienzentrum für Künstlerpublikationen