Rezension

HOLO 2. Der wahre Zufall

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Das in Berlin produzierte englischsprachige Magazin HOLO. Emerging trajectories in art, science, and technology vermittelt Einblicke in Kunst- und Designprojekte, die mit aktuellsten Technologien und wissenschaftlichen Methoden neue Formen des Ausdrucks und Wege der Erkenntnis suchen. In seiner zweiten Ausgabe begibt sich HOLO auf die Suche nach dem Zufall – dem wahren Zufall.

Edgar Bierende, Peter Moos, Ernst Seidl (Hg.): Krankheit als Kunst(form)

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Faszinierend. Abstoßend. Bisweilen ekelerregend. Das sind Begriffe, die angesichts des Ausstellungskatalogs »Krankheit als Kunst(form). Moulagen der Medizin« spontan in den Sinn kommen. Schon deshalb werden die Leser das in der Kunstgeschichte bislang weitgehend ausgeklammerte Thema der Moulagen nicht mehr aus dem Sinn bekommen, welches in einer Ausstellung des MUT (Museum der Universität Tübingen) vom 10.…

Yves Netzhammer. Concave Thoughts

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Der Schweizer Künstler Yves Netzhammer ist bekannt für seine Animationsfilme und raumgreifenden Installationen. Einem größeren Publikum wurde er mit seiner Arbeit für den Schweizer Pavillon der Biennale Venedig 2007 bekannt, in der sich Zeichnung, Architektur, Videoprojektion und Tonspur durchdringen. Netzhammer, der an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich visuelle Gestaltung studierte, trat Ende…

Doleo super te frater mi …

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Das Fieber einer grauenhaften Inspiration hatte beide erfasst. Dekadente Farbigkeit kennzeichnet das Werk des einen, vom Schrecken gezeichnete Linien das des anderen. Für einige Jahre verband sie eine intensive Freundschaft gegen die entfesselten Dämonen der Moderne. »Doleo super te frater mi« – Mir ist wehe um dich, mein Bruder, klagt der im 2. Buch Samuel…

Reise zum Hyperwürfel

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Es liegt zweifellos eine große Faszinationskraft in der Vorstellung, eine Idee mit einem spezifischen Verhalten auszustatten, in die Welt zu setzen und dann, ohne einzugreifen, auf die daraus entstehenden Gebilde zu warten. Der Künstler, der das Werk nicht mehr selbst ausführt, umgeht so die Gefahren einer dem Fertigungsprozess innewohnenden verfälschenden Dynamik. Er begreift sich als…

Melancholischer Widerstand

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Seit den späten 1970er Jahren arbeitet Alexander Brodsky auf der Schnittstelle von Kunst und Architektur. Als Mitbegründer der russischen »paper architects« wurde er früh mit phantastischen Architekturentwürfen bekannt. Heute umfasst das Werk des international ausgezeichneten Künstlers Zeichnungen, Skulpturen, Installationen und Bauten. Die Tchoban Foundation, Museum für Architekturzeichnung, zeigt in ihrer aktuellen Ausstellung Arbeiten Brodskys aus…

Hang zum Unspektakulären

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In den Jahren 2012 und 2013 lud der Kunstwissenschaftler Michael Glasmeier, Professor an der Hochschule für Künste Bremen, acht Künstlerinnen und Künstler ein, um auf dem Symposium Strategien der Zeichnung. Kunst der Illustration gemeinsam über das Verhältnis von Zeichnung und Illustration zu diskutieren. Im vergangenen Jahr erschien der dazugehörige Tagungsband im Hamburger Textem Verlag.