WebExtra: Rezension
Objects of Knowledge, of Art and
of Friendship.
A Small Technical Encyclopedia
for Siegfried Zielinski.
Edited by David Link & Nils Röller
»Never simply say ›Hello‹«
Von Andreas Rauth

Ein Buch, das ein Geschenk ist, bestimmt für dessen Rezension besondere Bedingungen. Vielleicht sollte man es auch ganz lassen. Geschenke sind eine Sache zwischen dem oder der Schenkenden und dem oder der Beschenkten. Dass eine/r einer/m anderen etwas schenkt, geschieht unter der Voraussetzung einer gewissen Intimität, von Wissen, Verständnis und Interesse von- und füreinander. Weil dabei auch leicht etwas … —>mehr
Kollektanea
Berlin, designtransfer – Deutsch-Finnischer Kulturdialog 2012 – 18. – 19. Mai 2012 –>weiter
Berlin, absolut medien – Kurt Weiler – Die Kunst des Puppenanimationsfilms – DVD –>weiter
Online/Dresden – Deutsches Institut für Animationsfilm –>weiter
Paris, Galerie martel – Nicolas de Crécy – Carnet de Kyoto – 11. Mai – 09. Juni 2012 –>weiter
Berlin, me Collectors Room – Art & Toys – Collection Selim Varol – 26. Mai 2012 – 16. September 2012 –>weiter
Berlin, Open Walls – West Berlin Gallery is now OPEN WALLS – new website –>weiter
Call for Entries – typoversity2 – zum Stand der typografischen Ausbildung – Einsendeschluss 31. Juli –>weiter
Berlin, Kupferstichkabinett – Am Rande der Vernunft. Bilderzyklen der Aufklärungszeit – 16. März – 29. Juli 2012–>weiter
Berlin, Hamburger Bahnhof Museum für Gegenwart – Perspektiven der Bildforschung – 11. April – 11. Juli 2012–>weiter
Berlin, designtransfer
Freitag + Samstag, 18. + 19. Mai
Deutsch-Finnischer Kulturdialog 2012
Am 18. / 19. Mai 2012 findet bereits zum zweiten Mal der vom Finnland-Institut in Deutschland – diesmal in Kooperation mit der Universität der Künste Berlin – organisierte Deutsch-Finnische Kulturdialog statt. Anfang 2013 entsteht in Finnland durch die Fusion der Musikhochschule Sibelius-Akademie, der Akademie für Bildende Kunst und der Theaterhochschule ein neue Kunstuniversität: die University of Arts, Helsinki. Der finnische Prozess ist noch am Anfang – die Gründung der Universität der Künste Berlin aus den Vorgängerinstitutionen fand hingegen bereits in den 1970er Jahren statt. Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten weisen diese Prozesse über zeitliche, gesellschaftliche, mediale und politische Grenzen hinweg auf? RektorInnen und Studierende der betreffenden Hochschulen, VertreterInnen des finnischen Unterrichts- und Kulturministeriums sowie in Berlin lebende finnische KünstlerInnen werden darüber mit der Universität der Künste Berlin und deutschen VertreterInnen aus Kunst, Kultur und Politik in den Dialog treten.

www.designtransfer.udk-berlin.de | nach oben
Berlin, absolut medien
Kurt Weiler – Die Kunst des Puppenanimationsfilms
Ob Peter-Hacks-Gedicht, Shakespeares Wintermärchen oder philosophisch-satirische Betrachtungen gespickt mit Marx-Zitaten – seine Filme machen Kurt Weiler zu einer der bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten des deutschen Animationsfilms des 20. Jahrhunderts.
Als Mentor öffnet Peter Sachs – Bauhaus-Schüler und als deutscher Emigrant zentrale Figur des britischen Animationsfilms der 1940/50er Jahre – dem jungen Weiler während seines Exils in England von 1939 bis 1950 die Augen für den künstlerischen Animationsfilm jenseits von Disney und jeglichem Naturalismus. Mit erstaunlicher Kompromisslosigkeit entwickelt Weiler dann in der DDR zusammen mit Bühnenbildnern, Theaterregisseuren und bildenden Künstlern wie Achim Freyer, Ezio Toffolutti, Gabriele Koerbl und Einar Schleef eine völlig neuartige Form des Puppen- und Collage-Animationsfilms, die auf Verknappung und Abstraktion in Erzählung, Bewegung und Gestaltung setzt. Er schafft einen unverkennbaren Typus des Animationsfilms, der Phantasie, progressive Weltanschauung und jüdischen Humor miteinander verbindet. Ob zauberhaftes Märchen oder geistreiche Polemik, Weilers Filme sprechen eine ungemein klare und zugleich sehr poetische Sprache, und sie zeigen einen besonderen Hang zur Verfremdung und Experimentierlust mit Material: vom Zauberwald aus Haushaltsbürsten bis zum überlangen Pferd für eine ganze Reiterarmee. Im Sinne Brechts werden bei Kurt Weiler nicht wirkliche Dinge gezeigt, sondern die Wirklichkeit der Dinge.

»Wenn man in Gestaltung und Führung der Puppe naturalistisch wird, dann hört die Berechtigung des Puppenfilms auf.« Kurt Weiler
Die Doppel-DVD hebt einen beachtlichen Schatz der deutschen Filmgeschichte und präsentiert aus dem gut vierzigjährigen Schaffen von Kurt Weiler eine Auswahl seiner künstlerisch bemerkenswertesten DEFA-Animationsfilme für Erwachsene. Das Bonusmaterial stellt ihn zudem als brillanten Regisseur von animierten Kinder- und Aufklärungsfilmen sowie mit Interviewpassagen vor.
Preis: 24,90 €
www.absolutmedien.com | nach oben
Online/Dresden
Deutsches Institut für Animationsfilm
Die primären Tätigkeitsfelder des Instituts bilden die Archivierung und damit verbundene konservatorische Maßnahmen sowie die wissenschaftliche Forschung – so richtet das Institut u.a. internationale Konferenzen aus, zuletzt im Jahre 2005 gemeinsam mit der Society for Animation Studies. Das Institut bietet selbst keine Fortbildung zur Filmarbeit an, es ist jedoch enger Kooperationspartner von entsprechenden Workshops, wie z.B. dem von Jerzy Kucia geleiteten Internationalen Workshop für Animationsfilm an der Akademie der Künste Krakau, Polen. Langfristiges Ziel des DIAF ist die Bildung eines weitgreifenden Netzwerkes zum deutschen Animationsfilm, das entsprechende Institutionen der Archivierung, der Forschung, der Ausbildung und der Verwertung zusammenbringt. Durch Filmpräsentationen und Ausstellungen im In- und Ausland sowie durch Publikationen wird versucht, eine breite Öffentlichkeit mit dem deutschen Animationsfilm bekannt zu machen.

»KONTRASTE UND VARIATIONEN« – Dauerausstellung zum DEFA-Trickfilm
Im April 2002 eröffnetedas Deutsche Institut für Animationsfilm die Dauerausstellung »Kontraste und Variationen«, die mit ihren zahlreichen Originalexponaten die Filmarbeit des DEFA-Studios für Trickfilme dokumentiert. Das ehemalige staatliche Studio, das in Dresden-Gorbitz von 1955 bis 1990 bestand und 250 Mitarbeiter beschäftigte, produzierte mehr als 1.500 Filme in allen klassischen Animationstechniken.
Dauerausstellung »Kontraste und Variationen«
in den Technischen Sammlungen Dresden
Junghansstraße 1-3
01277 Dresden
Paris, Galerie martel
Fr 11. Mai – Sa 09. Juni 2012
Nicolas de Crécy – Carnet de Kyoto
Anlässlich seiner jüngsten Veröffentlichung »Carnets de Kyoto« in der Editions du Chêne zeigt die Pariser Galerie martel Werke von Nicolas de Crécy. Die Vernissage ist am Donnerstag, den 10. Mai ab 18:30 Uhr in Anwesenheit von M. de Crécy. Die Ausstellung läuft vom 11. Mai bis zum 09. Juni 2012.

www.galeriemartel.com/ | nach oben
Berlin, me Collectors Room
Sa 26. Mai – So 16. September 2012
Art & Toys – Collection Selim Varol
Vom 26. Mai bis 16. September 2012 präsentiert der me Collectors Room Berlin die Sammlung von Selim Varol. Damit steht wieder das Thema des Sammelns und der Sammelleidenschaft im Fokus einer Ausstellung. Der 39-jährige, türkischstämmige Sammler aus Düsseldorf sammelt seit seiner Kindheit Toys und besitzt mit rund 15.000 Figuren eine der größten dieser Sammlungen Europas. Einen weiteren Sammlungsschwerpunkt bilden Arbeiten von Künstlern, die ihren Ursprung in der Street Art und im „Pop-Surrealismus“ haben. Kennzeichnend für alle Werke der Sammlung sind die enge Verknüpfung zwischen Kunst und Alltag sowie ihr oft spielerisch-humorvoller oder subversiver Charakter. Die Welt der Toys – zumeist in Asien produziert – ist eine Welt voller Plastik und Vinyl. Die Figuren sind detailgetreue Miniatur-Skulpturen, deren Ausgangspunkte in den Fantasien zeitgenössischer urbaner Künstler und Designer oder auch in Politik und Zeitgeschehen (Andy Warhol, Fidel Catsro, Hitler), der Traumfabrik der Filmindustrie (Batman, Terminator, Rambo) sowie dem Character-Design aus Comic und Manga liegen.

Berlin, Open Walls Gallery
West Berlin Gallery is now OPEN WALLS
Open Walls is an itinerant gallery specialized in art from the streets, giving graffiti and street art credibility and keeping it from being categorized as a form of folk art. Promoted and represented artists include YZ, SP38, BR1, Alias, Prost, Vermibus and Giacomo Spazio. The relationships that have been developed with the artists are based on trust, respect, and mutual appreciation for unconventional art. Because of these relationships, Open Walls is not only able to provide the public with presentations, which consist of works that were once only available for viewing on the streets, but also an insider's perspective on the contemporary movement that is street art. The gallery creates a fruitful link between artists and collectors by helping talented emerging artists to gain the international recognition they deserve and by proposing remarkable artworks to art amateurs.
More information at:
www.openwallsgallery.com | nach oben
Call for Entries
typoversity2
Zum Stand der typografischen Ausbildung
Wie steht es um den typografischen Nachwuchs in Deutschland? Wie gehen die Studierenden mit Typografie um? Wie sieht die typografische Ausbildung in Deutschland und anderswo aus? Diese Fragen werden in Typoversity2 beantwortet. Der neue Band knüpft an die erfolgreiche Erstausgabe an und gibt einen Überblick über die typografische Ausbildung an deutschen Hochschulen. Typoversity2 wird herausragende typografische Arbeiten von Studierenden zeigen. In Interviews und redaktionellen Beiträgen kommen auch Lehrende von nationalen und internationalen Hochschulen zu Wort. Gesucht werden Abschlussarbeiten (Bachelor/Master/PhD/Diplom) mit dem Schwerpunkt »Typografie«.
Die Teilnahme/Veröffentlichung ist komplett kostenlos.
Weitere Info und Teilnahmebedingungen findet ihr hier:
www.typoversity.com | nach oben
Berlin, Kupferstichkabinett
Fr 16. März - So 29. Juli 2012
Am Rande der Vernunft.
Bilderzyklen der Aufklärungszeit
Die Ausstellung entführt den Besucher an die Randgebiete der Vernunft, welche die Epoche der Aufklärung prägt. Jenseits der intellektuellen, sozialkritischen und emanzipatorischen Bestrebungen blüht während des gesamten 18. Jahrhunderts die kreative, vielfältige und phantastische Bilderwelt des Capriccio. Versatzstücke von Mythos und Realität, von Antike und Gegenwart, von Arkadien und Commedia dell´Arte, von Ornament und Verfall fügen sich kaleidoskopartig zu spielerisch pittoresken Einfällen. Natur, Architektur und der Mensch zeigen in diesen Bildern ihre phantasievoll-kapriziösen, wie auch ihre dunklen, irrationalen Seiten. Szenen wie die der Capricci und der Scherzi di Fantasia von Giovanni Battista Tiepolo oder der Bacchanales von Jean-Honoré Fragonard bleiben letztlich enigmatisch. Die Rätselhaftigkeit kann bis zur Irritation des Betrachters führen, so etwa bei den düster-beklemmenden Architekturphantasien der Carceri von Giovanni Battista Piranesi oder bei den Caprichos von Goya, deren Einzelblätter zwar zentrale Themen der Aufklärung aufgreifen, doch zugleich wieder konterkarieren, Verstrickungen und Diskrepanzen aufzeigen und Irreales real erscheinen lassen. Ein Emblem dieser düsteren Kehrseite der lichten Welt der Vernunft und der Aufklärung ist das berühmteste Blatt der Caprichos "Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer" (El sueño de la razón produce monstruos).

Claude Gillot / Jean Audran Est-ce un enchantement, est-ce une illusion ...! (Les Sabbats) um 1700/1720, Radierung © Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Foto: Volker-H. Schneiders.
Berlin, Hamburger Bahnhof Museum für Gegenwart
Perspektiven der Bildforschung
In Berlin und Potsdam hat sich eine große Zahl von Forschungsprojekten etabliert, die sich explizit und auch disziplinenübergreifend der Erforschung von Bildern widmen. Zusammengenommen ergeben sie ein Spektrum von Perspektiven, welche von den Künsten bis zu den Wissenschaften, von der Ästhetik bis zur Epistemologie, von Kulturtechniken und Symbolisierungsformen bis zu technischen Bildgebungsverfahren und Sichtbarmachungsstrategien reichen. Diese hohe Verdichtung soll zum Anlass genommen werden, sowohl aktuelle Forschungen und Positionen einer größeren Öffentlichkeit zu präsentieren als auch die einzelnen Projekte und Perspektiven in der Region in ein gemeinsames Gespräch zu bringen. Im Sommersemester 2012 laden deshalb die Kolleg-Forschergruppen Bildakt und Verkörperung und BildEvidenz, die Forschungsgruppe Das Technische Bild sowie die Graduiertenkollegs Sichtbarkeit und Sichtbarmachung, Schriftbildlichkeit und Das Wissen der Künste zu einer Vortragsreihe in den Hamburger Bahnhof ein, die eine Plattform für gemeinsame Debatten bieten soll.
Nächste Termine:
09.05. Klaus Krüger: Bild und Evidenz. Zur Ästhetik medialer Konstruktionen.
16.05. Peter Geimer: Farben der Evidenz. Vergangenheit im Film.
30.05. Tanja Michalsky: Das Wissen der Künste.
Berlin-Potsdamer Vortragsreihe
mittwochs, 19.00 Uhr
Hamburger Bahnhof Museum für Gegenwart
Invalidenstraße 50–51,
10557 Berlin
www.perspektiven-der-bildforschung.de | nach oben
WebExtra: Rezension
Der Staub der Ahnen.
Graphic Novel von Felix Pestemer
»Wir sind alle tot. Willkommen!«
Von Andreas Rauth

Im Werk des Berliner Zeichners Felix Pestemer besetzt das Thema Vergänglichkeit eine zentrale Rolle. Schon der weiche Strich, mit dem er für gewöhnlich die Dinge konturiert, wirkt wie eine Einladung an den Zahn der Zeit. Überall findet man welke Blüten, modrige Erden, verwitterte Mauern, vergilbte Tapeten und schäbige Gebeine. —>mehr
flattr
JITTER unterstützen.
flattr ist eine sympathische Methode, um Netzinhalte mit Kleinstbeträgen finanziell zu unterstützen.
Links
Will Schofield’s illustration blog
Zeitschrift für Literatur und Illustration
Berliner Galerie des europäischen Künstlerduos Christian "Meeloo" Gfeller und Anna Hellsgård
Münchner Künstlerkollektiv mit gleichnamigem PDF-Magazin
Berliner Netzwerk zur Förderung von Kunst und Design
*Deutsches Institut für Animationsfilm DIAF
Institut zur Pflege und Förderung des deutschen Animationsfilms
Ausstellungen und Vortragsreihen rund um die Themen Produkt- und Kommunikationsdesign
Ralf Krüger zeigt seit 1998 junge Kunst (nicht nur) aus der Lowbrow- und Illustrationsszene
Online-Plattform für Designforschung
Online-Portal für Illustration
Das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland bietet Artikel, Porträts, Projekte und Links zu aktuellen Entwicklungen in der deutschen Design- und Mode-Szene
*Illustratoren Organisation e.V.
Berufsverband der deutschsprachigen Illustratoren
Galerie für Original-Illustrationen aus Bilderbüchern
Presseschau zu den Themen Kunst, Audio, Video, Buch
*Lucerne International Animation Academy
Theorie der Animation
Berliner Galerie zeigt seit 1996 Kunst im Spannungsfeld zwischen Experiment, Subkultur und Establishment
Deutsch-Belgisches Künstlerkollektiv mit regelmäßigen Publikationen.
Das deutsche Typomagazin
Hamburg-Berliner Künstlerinnen-Gruppe mit jährlicher thematischer Publikation
Archiv für Visual Music, gegründet von Heike Sperling